Jetlag und andere highlights

11. November 2012

Nun bin ich bereits eine Woche in Down Under und ich kann schon einiges erzählen (auch über die gestellten Fragen von Niffi, ich möchte meine Mitarbeiter ja auch unterhalten in ihrer arbeitsfreien Zeit) 🙂

Meine Gasteltern (Wendy und Tony) haben mich bei meiner Ankunft gleich super empfangen und zeigten mir ihr Haus. Es ist auf einem kleinen Hügel, 20 Busminuten zum Manly-Beach. Die zwei Hunde Holly und Wylie habe ich gleich ins Herz geschlossen und sie mich auch (die sind soooo knuddelig). Mein Zimmer ist genial, ich habe einen eigenen TV und sogar eine Playstation falls ich mich mal langweile (was bis jetzt zum Glück noch nicht vorgekommen ist).

Meine ersten Nächte waren der Horror! Jeweils ca. um ein Uhr bin ich aufgewacht und konnte bis am Morgen nicht mehr einschlafen. Der Jetlag hatte mich voll erwischt und so habe ich die ersten drei Nächte nur jeweils 3-4 Stunden geschlafen. Doch seit Donnerstag ist auch mein Schlafrhythmus in Australien angekommen, nachdem ich auf einer Schulparty die verschiedenen Biersorten von hier kennenlernen durfte (es war eine Moviestar-Party und ich ging als Pascal Hügli, leider kannten die Leute hier diesen Star noch nicht) 🙂

Am Montag fühlte ich mich in die Vergangenheit zurückversetzt, es war mein erster Schultag in Manly. In der 20ig-minütigen Busfahrt hatte ich zuerst das Gefühl ich bin in der Schweiz. Von allen Seiten wurde schweizerdeutsch gesprochen und auch vor der Schule traf ich nur Schweizer. An diesem Tag hatten 12 Studenten begonnen, 10 davon waren Schweizer (und noch 2 Deutsche, wir konnten uns also alle verstehen, nur die Lehrerin hatte keine Freude daran) 🙂 Nach dem Eintrittstest und den vielen Infos konnten wir am Nachmittag dann zusammen Manly besichtigen.

In meiner Klasse ist eigentlich die ganze Welt vertreten. Studenten aus Frankreich, Chile, Japan, Brasilien, Thailand, Deutschland und natürlich aus der Schweiz. Die Klassengrösse variert täglich und eigentlich sogar stündlich, da einige Studenten es nicht immer so genau mit den Zeiten nehmen oder einfach mal ausschlafen wollen am Morgen. So hatten wir auch schon zu Beginn der ersten Schulstunde 7 Studenten und am Nachmittag waren wir dann 12. Bis jetzt habe ich noch keine Minute verpasst und ich habe das Ziel, dass es auch so bleibt (ich bin ja zum Lernen da) 🙂

In meiner Sprachschule ist sogar eine Studentin aus dem Tessin dabei, die bei der Oberzolldirektion in Bern arbeiten. Also sozusagen eine Mitarbeiterin von mir 🙂

Das Wetter war eigentlich sehr schweizerisch hier. Es gab noch keinen Tag an dem es wirklich heiss und immer sonnig war. Dafür gab es auch schon zwei Platzregen und es war immer wieder bewölkt. Ich war zwar schon ein paar Mal am Beach, aber das Wasser war mir zu kalt zum Schwimmen (ich habe ja noch Zeit).

Der Dienstag war für Australien ein spezieller Tag. Es war Melbourne Cup! Es war zwar interessant das ganz Australien für 30 Minuten aufhört zu arbeiten, alle in Anzügen und schönen Kleidern in den Pubs waren und eine Stimmung herrschte wie bei einem WM-Finale wenn in der 91. Minute der Siegestreffer fällt, aber wegen einem Pferderennen das drei Minuten dauert so einen trouble zu machen verstehe ich nicht ganz. Trotzdem war es speziell dabei zu sein und zu sehen, wie „mein“ Pferd irgendwo im Mittelfeld herumgurkte (da ganz Australien auf dieses Pferderennen wettet, hat in der Schulklasse jeder Schüler ein Pferd aus einem Topf gezogen und einen AUD bezahlt, dies nennt sich „Sweep“ und wird in vielen Büros in Australien praktiziert).

Am Freitagabend entdeckte ich zufällig auf Facebook, dass Raphi in Sydney war und so trafen wir uns am Samstag und verbrachten den Tag zusammen in Manly. Dabei waren wir Zeugen einer Hochzeit die am Shelllybeach stattfand und nachdem Fotos vom Brautpaar geschossen wurden auch die Hochzeitsgesellschaft eintraf. Die Männer kamen zwar mit Anzug und Krawatten, aber als Schuhe hatten sie Strandschuhe an was doch sehr lustig aussah. Am Abend fuhr ich mit eingen aus meiner Schule in die Stadt (30 Minuten Fahrt mit der Fähre) und zusammen mit Raphi feierten wir im Club Worldbar in der berüchtigten Kingscross die Nacht. Hier wurden die Getränke in einer Teekanne serviert und es sah lustig aus wie die Leute im Club damit herumliefen.

Meine erste Woche ist geschafft und ich fühle mich bereits als Australier! Ich habe mich bereits super eingelebt, musste wieder in die Schule, habe seit langem wieder einmal Hausaufgaben erhalten 🙁 und habe das Nightlife in Australien bereits von verschiedenen Seiten kennengelernt. Auch habe ich viel gelernt über die verschiedenen Kulturen der andernen Studenten aus Obwalden, Graubünden, Nebikon, Bern, Ticino usw. 🙂 Jetzt muss nur noch mein Englisch besser werden, dann bin ich vollstens zufrieden.

Pascal

 

(Mehr Bilder bei den pictures!)

 

 

9 Responses to “Jetlag und andere highlights”

  1. Sabrina said:

    Hesch au Föteli vo dim neue Zuhause?!
    Cool… bi scho chli nidisch 🙁