Die Reise geht los

6. Januar 2013

So ganz ging die Reise ja noch nicht los, jemand wichtiges fehlte! Genau, Irene kam am Freitagabend in Sydney an. Zuvor wollte ich aber nochmals meine 2. Heimat Manly besuchen und machte mich auf den Weg zur Fähre. Unterwegs in der Stadt sah ich einen Coiffure und bevor ich es mir anders überlegen konnte holte mich eine Frau auch schon quasi auf der Strasse draussen in den Salon hinein und schnitt mir die Haare (nötig hatte ich es ja…). 5 Minuten später beendete sie ihre Arbeit auch schon wieder und verlangte 10 Dollar und übel sah ihr Werk auch nicht aus. Das war ja fix und preiswert (aber ich werde meine Coiffeuse in der Schweiz deswegen nicht wechseln) 🙂 Am Abend holte ich dann Irene am Flughafen ab und fuhren gemeinsam zu unserem Hotel. Was für eine Freude sie endlich wieder umarmen zu dürfen 🙂

Am Samstagmorgen frühstückten wir in the Rocks und spazierten im Botanic Garden herum. Auch ein Abstecher nach Manly machten wir um Irene zu zeigen, wo ich 7 Wochen gelebt hatte. Den Sonntag verbrachten wir im Wildlife und Sealife sowie im Chinese Garden. Am Abend löste ich mein Geburtstagsgeschenk an sie ein und wir flogen mit dem Helikopter über Sydney. Leider spielte das Wetter nicht so mit und den Sonnenuntergang war hinter den Wolken versteckt…

 

Am Silvester trafen wir Jürg Bachmann (mein Arbeitskollege) und seinen Kollegen Rene vor ihrem Hotel und assen zusammen  Frühstück in Sydney. Nach einem gemeinsamen Spaziergang zum Opera House trennten sich unsere Wege (sie verbrachten den Abend auf einem Boot) und wir machten uns auf zum Birchgrove Park um mit einigen von meinen Studenten 7 Stunden auf das Feuerwerk zu warten. Dieses enttäuschte, war es nur halb so lang wie das Feuerwerk am 1. August in Basel, doch trotzdem waren wir dabei 🙂 Da ungefähr 1,6 Millionen Menschen das Feuerwerk sahen, wurde es schwierig danach ein Taxi oder Bus zu bekommen, so liefen wir über eine Stunde durch Sydney, bis wir ein Taxi fanden, welches uns zu unserem Hotel brachte. Aber um 3 Uhr am Morgen lagen wir dann auch im Bett.

 

So schliefen wir am anderen Morgen aus und trafen am Abend dann wieder Jürg und Rene um in Darling Harbour gemeinsam Abend zu essen. Am nächsten Morgen standen wir bereits um 6.30 Uhr auf, um unseren Camper abzuholen. Auf den ersten Kilometer musste ich mich schon sehr anstrengen um auch links zu fahren, aber ich gewöhnte mich ziemlich schnell daran. Nachdem wir im Hotel unsere Sachen geholt hatten, war unser erstes Reiseziel die Blue Mountains. Zu Fuss marschierten wir die steilen Wege in den Blauen Bergen hinab und entschieden uns nach über einer Stunde Marsch mit der alten Bergbahn (welche früher die Kohlen aus dem Berg transportiert hatte) wieder hinauf zu fahren (war das steil!!!). Die erste Nacht verbrachten wir in Ulmina in einem Luxus-Camingpark. 95 Dollar pro Nacht kostete uns diese Übernachtung! Zwar konnten wir uns am Morgen duschen (kalt!) und unsere Geräte aufladen, doch das rechtfertigte den Preis überhaupt nicht…

Am Donnerstag verliessen wir unser Luxus-Nachtlager und fuhren nach Port Stephens mit einem kurzen Kaffeehalt in Newcastle (nicht das in England…). In Nelson Bay parkierten wir auf einem kleinen Parkplatz neben einem verlassenen Vergnügungspark. Doch so verlassen war der gar nicht, er öffnete einfach erst am Abend um 7 Uhr und dauerte mit grossem Krach bis 11 Uhr nachts. Wechseln wollten wir unserem super Platz nicht mehr und so spazierten wir noch ein wenig im Dorf und genehmigten uns ein Dessert. Wir machten auch noch eine kurze Inspektion „unseres“ Vergnügungsparkes, man hat ja nicht jeden Tag so einen direkt vor der Haus…, äh Campingtüre 🙂

Auf der Fahrt nach Port Macquaire am nächsten Tag machten wir einen Halt in einem Koala-Park, neben füttern von Geissen und Ziegen konnten wir auch zwei Koalas streicheln. Weiter hinten im Park lagen einige Kängurus auf dem Weg und wir konnten sie ebenfalls streicheln. Als wir ihnen Futter gaben, kamen sie sogar sehr nahe und ein älteres Känguru schnappte sich sogar den Futtersack und wollte direkt daraus essen. Am Nachmittag besuchten wir in Port Macquaire das Koala-Hospital. Koalas welche Verletzungen von Autounfällen, Buschfeuern, Hundeangriffen oder auch Kämpfen zwischen Artgenossen haben, werden hier gepflegt und anschliessend wieder in die Wildnis entlassen. Ein Angestellter dieses Hospital führte uns durch die verletzten Koalas und erzählte einige interessante Geschichten über jeden einzelnen „Patienten“. Am Abend übernachteten wir in South West Rocks an einer Bootanlegestelle, an welcher wir bei herrlichem Sonnenuntergang unser gekochtes Nachtessen verspeisten (und zusahen, wie unfähige Angler ihre bereits gefangenen Fische wieder unfreiwillig vom Haken liessen.

  

Am Samstagmorgen besuchten wir den Leuchtturm in der Nähe, von wo man eine herrliche Aussicht aufs Meer hatte und fuhren danach nach Numbucca Heads um auf einem Campingplatz unseren Camper und unsere Geräte wieder mit Strom zu versorgen. Den ganzen Nachmittag konnten wir nun an den wunderschönen Stränden baden und uns von den letzten Tagen erholen. Am Abend assen wir an einer öffentlichen Grillstelle (solche gibt es tausende in Australien) unsere selbstgemachten Burgers zusammen mit einem Holländer, der ebenfalls in Richtung Cairns unterwegs war.

Da ich ein Schweizer Dress anhatte, wurden wir auf dem Campingplatz von einer Gruppe angesprochen, da einer von Ihnen ebenfalls aus der Schweiz war. Und es war nicht irgendeiner, es war der ehemalige Fussballnationalspieler Marco Grassi. Er lud uns zu einem Bier ein und erzählte einige Anekdote aus seiner Fussballkarriere und so verbrachten wir den Abend mit ihm, seiner Ex-Frau  und ihren Eltern und seinen Kindern. Ein riesen Zufall dieses Treffen, weil ich das Fussballdress nur anhatte, weil das Shirt vom Nachmittag Nass war und ohne das Dress die Gruppe uns wohl nicht angesprochen hätte.

Unsere Reise nach Cairns dauert noch zwei Wochen und wir haben schon einige schöne und interessante Orte und Menschen getroffen. Das nächste Ziel wird Byron Bay sein, was wird uns dort erwarten?

Pascal

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